Am 26. und 27. November 2020 verhandelt der Würzburger Stadtrat über den Haushalt für das kommende Jahr. Wir als Grüne Stadtratsfraktion haben einige Forderungen und Anträge gestellt.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie werden auch an unserem städtischen Haushalt nicht spurlos vorbeigehen: wir müssen diejenigen, die am stärksten von der Krise betroffen sind, besonders unterstützen.

Kultur

Dazu zählen insbesondere unsere Kulturschaffenden und die vielen kreativen Köpfe in Würzburg. Um die kulturelle Vielfalt vor Ort zu sichern und langfristig erhalten zu können, haben wir als Grüne Stadtratsfraktion einige Haushaltsanträge gestellt:

Soziale Gerechtigkeit

Um der sozialen Schere, die sich infolge der Corona-Pandemie weiter öffnet, etwas entgegenzusetzen, wollen wir zusätzliche Maßnahmen ergreifen. Insbesondere Familien mit Kindern, aber auch ältere Menschen mit wenig Einkommen oder Rente brauchen Unterstützung durch die Kommune. Wichtig ist uns aber auch, dass wir Gruppen, die besonders von Diskriminierung betroffen sind, stärker in den Blick nehmen.

Besonders fatal empfinde ich die versuchte Streichung der Gelder, mit denen Exkursionen in Gedenkstätten des Nationalsozialismus von der Stadt Würzburg bezuschusst werden. Für die Bildung unserer Schüler:innen ist es wichtig, den theoretischen Geschichtsunterricht mit solchen Fahrten zu ergänzen.

Umwelt- und Klimaschutz

Die Corona-Krise ist leider nicht die einzige Krise, in der wir uns gerade befinden: die Klimaerhitzung macht keine Pause und Würzburg ist aufgrund der Kessellage stark betroffen. In den Sommermonaten ist es unerträglich heiß, unsere Bäume vertrocknen und die Aufenthaltsqualität leidet zunehmend. Als Grüne Fraktion fordern wir deshalb auch mehr Gelder im Bereich des Umwelt- und Klimaschutzes.

Mobilität

Für bessere Luft- und Lebensqualität gehört auch, dass nachhaltige Mobilität gestärkt wird. Die Stadt den Menschen, nicht den Autos! Daher wollen wir eine Ausbauoffensive von Radwegen und die Erweiterung der Straßenbahnlinien.

Großbauprojekte hingegen, die lediglich mehr Verkehr in die Stadt bringen, lehnen wir ab. Zumindest müssen diese enorm kostenintensiven Projekte auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden. Die freiwerdenden Mittel können dann genutzt werden, um andere, notwendige, Projekte zu finanzieren.

Schule

Sonstiges