Update: Der Antrag wurde in der Stadtratssitzung am 22. Mai 2021 mit großer Mehrheit angenommen!
Wir setzen uns ein für mehr Akzeptanz der LGBTI-Community und fordern anlässlich des Pride-Monats Juni die Stadt Würzburg auf, Zeichen der Sichtbarkeit zu setzen. Veranstaltungen rund um den Christopher Street Day sollen in den digitalen Veranstaltungskalender der Stadt aufgenommen werden. Um mehr Sichtbarkeit zu erzielen, beantragen wir in den Fußgängerzonen von Hofstraße und Eichhornstraße Markierungen in Regenbogenfarben sowie das Anbringen von Regenbogen-Fähnchen auf den Straßenbahnen.
Auch in Würzburg leben zahlreiche Schwule, Lesben, Bisexuelle, trans und intersexuelle Menschen, die sich der LGBTI-Community (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender, Intersexual) zugehörig fühlen. Gleichzeitig ist diese Personengruppe auch 2020 noch viel zu oft Opfer von Diskriminierung und Gewalt. Eine jüngst durchgeführte Studie der Hochschule Landshut und der Grünen Landtagsfraktion hat ergeben, dass fast jede:r zweite Befragte Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung oder des Geschlechts erlebt habe. Am häufigsten kommt diese Diskriminierung dabei im öffentlichen Raum vor, darauf folgend im ÖPNV und in Geschäften bzw. Einkaufszentren. Die geforderten Maßnahmen sind kostengünstig und mit verhältnismäßig wenig Aufwand verbunden, als Vorbilder dienen u.a. Städte wie Graz, Wien, Köln, München, Rostock, Berlin oder Bielefeld.
Gerade für junge LGBTI-Personen ist Sichtbarkeit enorm wichtig, um sowohl die Selbstakzeptanz zu fördern, als auch um ihnen das Gefühl zu geben, dass sie genauso viel wert sind wie jeder andere Mensch.
Insbesondere während der Corona-Pandemie leidet die Sichtbarkeit immens, da die alljährlichen Pride-Veranstaltungen entweder komplett abgesagt werden müssen oder nur in reduziertem Umfang stattfinden können. Vor diesem Hintergrund ist es umso wichtiger, aktiv Stellung zu beziehen und ein Zeichen gegen Ausgrenzung zu setzen.
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